Die aus­stellung

Wir alle wünschen uns Respekt und Toleranz. Beides ist besonders gefragt, wenn wir uns nicht angemessen behandelt fühlen oder auf Meinungen stoßen, die wir ablehnen.

Die Ausstellung ToleranzRäume wird auf öffentlichen Plätzen z.B. Marktplätzen aufgebaut und thematisiert die Herausforderungen des täglichen Miteinanders.

Wir laden zum Mitmachen und zur Selbstreflexion ein – für mehr Respekt und Toleranz in unserer Gesellschaft.

Eine Ausstellung im öffentlichen Raum

Das Thema der Ausstellung betrifft jede:n Einzelne:n von uns täglich, denn wir alle wollen mit Respekt und Toleranz behandelt werden. Die Ausstellung kommt zu den Menschen und möchte alle Besucher:innen – von Schulkind bis Rentner:in – anregen, über Fragen wie „Was ist Toleranz?“, „Wie begegne ich meinem Gegenüber mit Respekt?“, „Wie können wir Konflikte gewaltfrei aushandeln?“ aber auch „Wo liegen die Grenzen der Toleranz?“ nachzudenken.

Vielfältig, interaktiv, niedrigschwellig!

Die Ausstellung ist inklusiv, interaktiv, niedrigschwellig und der Besuch soll, bei aller Komplexität des Themas, Spaß machen. Zentrales Ziel der Ausstellung ist die Förderung von Toleranz und Respekt im Umgang miteinander durch den Zugang über Alltagssituationen und unseren historisch-gesellschaftlichen Kontext.

Zusammen mit der lokalen Zivilgesellschaft entsteht parallel zur Ausstellung ein Begleitprogramm mit Workshops, Konzerten und Diskussionen. Lokale Initiativen der Zivilgesellschaft können einen Teil der Ausstellung mitgestalten und so ihre Arbeit einem breiten Publikum vorstellen. Neben der physischen Ausstellung gibt es ein umfangreiches pädagogisches Programm für Schulen, Vereine und andere Organisationen sowie Ideen zur nachhaltigen Implementierung der Themen im lokalen Umfeld.

Ein Zeichen für Respekt und Solidarität

Durch den Aufbau der Ausstellung an einem zentralen Ort der jeweiligen Stadt signalisiert diese: „Wir stehen für Toleranz!“ Sowohl im Innen- als auch im Außenraum werden die Besucher:innen angeregt, sich inhaltlich mit Fragen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Der Fokus liegt dabei auf der zentralen Bedeutung von Respekt, Empathie, Teilhabe, Zivilcourage und Solidarität gegenüber allen Menschen.

Erfahre mehr über die Ausstellungsinhalte der ToleranzRäume!

Auf Tour durch Deutschland

Damit möglichst viele Menschen erreicht werden, gehen mehrere ToleranzRäume-Ausstellungen zeitgleich auf Tour durch die Bundesrepublik. Die Ausstellung wird in den jeweiligen Ausstellungsorten für zwei bis sechs Wochen auf öffentlichen Plätzen, vor Schulen, Universitäten oder lokalen Unternehmen errichtet.

Mach auch deine Stadt zu einem ToleranzRaum!

Wir alle leben in verschiedenen Räumen – physisch, digital und auch sozial, z.B. in einem Klassenverband oder unserem Sportverein. In all diesen Räumen wünschen wir uns Respekt und Toleranz und wir gestalten diese Räume zusammen mit anderen Menschen, mit denen wir in dem jeweiligen Raum leben. Der Projektname ToleranzRäume steht für die Vielfalt der Räume, in denen wir leben und verdeutlich die grundlegende Bedeutung von Respekt und Toleranz.

Das Projekt ToleranzRäume ist inspiriert durch ein Vorbild in Mexiko: den Túnel Memoria y Tolerancia vom Museo Memoria y Tolerancia (vgl. https://www.myt.org.mx/tunel). Angeregt durch dieses Vorbild, haben die Initiatoren des Projektes ihren Verein „Toleranz-Tunnel e.V.” genannt.

Zentrales Ziel der Ausstellung ist die Förderung von Toleranz und Respekt im Umgang miteinander. Wir möchten Respekt und Toleranz als gesellschaftliche Werte und Faktoren des alltäglichen Lebens stärken. ToleranzRäume laden jeden Menschen zur Reflektion der eigenen blinden Flecken und Vorurteile sowie zur respektvollen Gestaltung von schwierigen Dialogen und Situationen ein.

Die Ausstellung setzt sich weitestgehend damit auseinander, wie ein respektvolles und friedliches Zusammenleben gelingen kann. Der Fokus liegt dabei auf der zentralen Bedeutung von Respekt, Empathie, Teilhabe, Zivilcourage und Solidarität gegenüber allen Menschen. Durch Bilder- und Textelemente, Bewegtbilder sowie analogen wie digitalen Mitmach-Exponaten wird die Auseinandersetzung mit den Themen für die Besucher:innen aller Altersgruppen niedrigschwellig, barrierearm, spannend und interaktiv gestaltet. Die Ausstellung stellt neben gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen auch historische Zusammenhänge wie u.a. den Holocaust traumasensibel dar. Hier findest du weitere Informationen zu den Ausstellungsinhalten.

ToleranzRäume ist eine Ausstellung in mobiler Architektur. Sie steht temporär im öffentlichen Raum und für alle zugänglich an einem stark frequentierten Ort. Daher hat die Ausstellung eher weniger einen musealen Charakter. Das ToleranzRäume Team regt ergänzend zur Ausstellung in jedem Ausstellungsort ein Begleitprogramm in Form von Bildungsworkshops und kulturellen Veranstaltungen an. ToleranzRäume sind als ein mehrdimensionales Projekt zu verstehen, in dem Toleranz und Respekt auf verschiedenen Wegen in die Gesellschaft getragen werden. Dazu verknüpfen wir verschiedene Räume in der Stadt – online und offline.

Wir verfassen die Ausstellungsinhalte in deutscher Sprache. Auf der Webseite stellen wir das Material auch auf anderen Sprachen zur Verfügung.

Bei der Ausstellungsentwicklung orientieren wir uns am Beutelsbacher Konsens. Wir stellen die Ausstellungsinhalte traumasensibel dar. Online versehen wir die Inhalte mit einer entsprechenden Warnung.

Der Verein Toleranz-Tunnel e.V. realisiert das Projekt ToleranzRäume zusammen mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA e.V.). Die Universität Bielefeld (Fakultät für Erziehungswissenschaften; AG10) begleitet das Projekt wissenschaftlich. Unter Projektteam erfährst du mehr über die Projektpartner:innen.

Das Projekt ToleranzRäume ist auf 5 Jahre angelegt. Der Deutsche Bundestag hat im November 2020 eine Anschubfinanzierung für das Projekt über 6,25 Millionen € beschlossen. Die Bundeszentrale für politische Bildung begleitet das Projekt.

Institutionen (Städte, Kommunen, Museum, Bildungseinrichtungen, Religionsgemeinschaften, Unternehmen) können Kontakt mit uns aufnehmen und Interesse bekunden. Schickt dazu einfach eine Mail an ausstellungen@toleranzraeume.org und wir senden konkrete Informationen über den Ablauf und die Planung der ToleranzRäume vor Ort.

Erste Informationen findet ihr unter dem Bereich Mitwirken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Projekt ToleranzRäume zu unterstützen. Zum einen kannst du unseren Verein Toleranz-Tunnel e.V. mit einer Spende unterstützen, damit wir weitere Projekte für Respekt und Toleranz in der Gesellschaft realisieren können. Zum anderen kannst du dich zur ToleranzTeamer:in ausbilden lassen, um Menschen durch die Ausstellung zu führen und um Workshops zu den Themen in Bildungseinrichtung zu geben.
Wenn die Ausstellung in deine Stadt kommt, kannst du ganz direkt in der Ausstellung aktiv werden und dich einbringen oder du diskutierst Inhalte der Ausstellung mit Freunden, Familie und Kolleg:innen. Du kannst dich auch als Unterstützer:in in unsere Unterstützer:innenliste eintragen lassen. So kannst du die Förderung von einem respektvollen Miteinander in unserer Gesellschaft mitgestalten.

Das Projekt ToleranzRäume wird von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst und von der Zivilgesellschaft unterstützt. Wir sind stolz!

Wer wir sind

Der Verein Toleranz-Tunnel e.V. realisiert das Projekt ToleranzRäume zusammen mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA e.V.). Die Universität Bielefeld (Fakultät für Erziehungswissenschaften) begleitet das Projekt wissenschaftlich. Unterstützend beraten wird das Projekt von einem Beirat bestehend aus acht sachverständigen Expert:innen.

Träger der Ausstellung ToleranzRäume ist der gemeinnützige Verein Toleranz-Tunnel e.V., der 2020 in Detmold gegründet wurde.

Die Grundidee und ihre Weiterentwicklung

Die ursprüngliche Idee einer Ausstellung zur Förderung von Toleranz stammt aus Mexiko: Sie wurde vom Museum für Toleranz und Erinnerung in Mexico City entwickelt und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland erfolgreich umgesetzt. Toleranz-Tunnel e.V. hat das Konzept für Deutschland adaptiert und mit dem Projekt ToleranzRäume weiterentwickelt.

Der Verein möchte einen Beitrag für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft leisten und langfristig für einen gesellschaftlichen Wandel einstehen. Über die Ausstellungszeit hinaus verfolgt der Verein das Ziel, nachhaltig zu wirken. Die Ausstellung wird durch tiefergehende Informationsquellen und weiterführende Bildungsmaterialien in den digitalen Raum erweitert.

Die Initiatoren

Prof. Matitjahu Kellig, Dr. Jarek Nicolaus Korczynski und Dr. Martin Anduschus gründeten 2020 mit weiteren Personen den gemeinnützigen Verein Toleranz-Tunnel e.V.

Prof. em. Matitjahu Kellig
Vorstandsvorsitzender des Vereins Toleranz-Tunnel e. V.

Matitjahu Kellig ist Pianist und emeritierter Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Detmold. Er konzertierte in über 70 Ländern der Erde. Matitjahu Kellig ist Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Detmold-Herford und setzt sich seit vielen Jahren für die Verständigung zwischen den Religionen und Völkern der Erde ein.

Dr. Jarek Nikolaus Korczynski
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins Toleranz-Tunnel e. V.

Jarek Nikolaus Korczynski studierte Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Helmut- Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg, wo er auch seine Promotion abschloss. Als Kulturattaché der Deutschen Botschaft in Mexiko-City hat er im Rahmen von Projekten mit dem dortigen Museum für Erinnerung und Toleranz zusammengearbeitet.

Dr. Martin Anduschus
Geschäftsführer des Vereins Toleranz-Tunnel e. V.

Martin Anduschus studierte Philosophie und Germanistik an der FU Berlin, Stanford Universität Kalifornien und Universität Hamburg, wo er seine Promotion zum Doktor der Philosophie abschloss. Er arbeitete die letzten 20 Jahre als Leitender Angestellter und Digitalisierungsexperte in einem Konzern. Als Mitbegründer des Vereins hat er Mitte 2021 die Geschäftsführung übernommen.

Vorstand Toleranz-Tunnel e.V.

Vorstandsvorsitzender: Prof. Matitjahu Kellig
Stellv. Vorsitzender: Dr. Jarek Nikolaus Korczynski
Vorstand Kassenwart: Rainer Heller

Mittelherkunft Toleranz-Tunnel e.V.

Der Verein finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Der Deutsche Bundestag fördert das Projekt und hat die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) mit der Umsetzung beauftragt. Die Förderung durch den Deutschen Bundestag verdankt sich dem Engagement unserer zahlreichen Unterstützer:innen. Zu besonderem Dank verpflichtet sind wir dem Bundestagsabgeordneten Helge Lindh, der das Projekt unermüdlich unterstützt hat.

Hier vereinen sich Organisation, thematische Expertise, Ausstellungserfahrung und Vermittlung.
Von der Konzeption bis zur Ausführung: Die Ausstellung wird von einem interdisziplinären und praxiserfahrenen Projektteam kuratiert und betreut.

Projektleitung:
Toleranz-Tunnel e.V.

Toleranz-Tunnel e.V. ist Initiator und Träger des Projektes ToleranzRäume. Von der Konzeption, Finanzierung, Gewinnung von Ausstellungsorten und Unterstützer:innen bis zur Ausführung und Betreuung vor Ort: Hier fließen die Fäden zusammen.

Ausstellungs- und Bildungsinhalte:
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA e.V.)

Der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Bildungsträger KIgA e.V. bietet seit fast 20 Jahren umfassendes Fachwissen im Bereich der politischen Bildung sowie bundesweit Lösungs- und Schulungsansätze für komplexe und gesellschaftlich relevante Themen.
Konstant werden Multiplikator:innen qualifiziert und Interessierte aus Bildung, Politik und Zivilgesellschaft beraten. Mit ihrer Expertise gestaltet die Organisation auch den politischen und wissenschaftlichen Diskurs aktiv mit und stellt Mitglieder für nationale und internationale Gremien. Gesellschaftliche Impulse setzt die KIgA auch mit Hilfe von kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen.
Vor dem Hintergrund dieser langjährigen Expertise und Vernetzung im politischen Raum, konzipierte ein diverses und interdisziplinär arbeitendes Team der KIgA die Ausstellung, kuratiert die Ausstellungsinhalte und erarbeitet und entwickelt fortlaufend begleitende Bildungsmaterialien.

Wissenschaftliche Evaluation:
Universität Bielefeld

Unter der Leitung von Prof. Dr. Paul Mecheril, an der Universität Bielefeld, wird eine prozessbegleitende und systematische, formative Evaluation der Ausstellung ToleranzRäume durchgeführt. Dazu werden durch das Projektteam qualitative und quantitative empirische Daten erhoben mit dem Ziel, Bedingungen angemessener Bildungsprozesse im Rahmen der Ausstellungsarbeit zu erfassen.
Die wissenschaftliche Begleitung versteht sich als organischer, wenn auch eigenständiger Bestandteil des Projektes ToleranzRäume. Das wissenschaftliche Team begleitet das Ausstellungsprojekt während der gesamten Laufzeit in einer beratenden Funktion. Als Teil der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts werden zu projektrelevanten Themen schriftliche Reflexionen verfasst.
Im Mittelpunkt der Evaluation steht die Erhebung und Analyse des Ausstellungsgeschehens vor Ort. Zentrales Ziel der formativen Evaluation ist es, auf unterschiedlichen Ebenen und mit einem multi-methodischen Instrumentarium die Praktiken der Rezeption und Aneignung der Ausstellung durch die Besucher*innen vor Ort zu untersuchen. Alle formativ gewonnen Analyseergebnisse fließen wiederum projektintern in die Weiterentwicklung und Feinplanung der konzeptionellen Arbeit des Gesamtprojekts ein.

Wir setzen uns für mehr Toleranz und Respekt in unserer Gesellschaft ein. 
Toleranz-Tunnel e.V. ist Träger der Ausstellung ToleranzRäume und derzeit an den zwei Standorten Detmold und Berlin aktiv.

Aktuell suchen wir:

Newsroom

Hier findest du aktuelle News über die Ausstellung ToleranzRäume.

Pressespiegel

Anmerkung zum Projektnamen: Nach der Konzeptionsphase ist die Ausstellung seit Mai 2022 mit dem Namen “ToleranzRäume” als eigenständiges Projekt des Toleranz-Tunnel e.V. definiert.

24.06.2020 | Robin Wagener