Vered Berman
(GEB. in west-jerusalem, lebt in berlin )
„Jeder einzelne der Zehntausenden unschuldigen Menschen, die verletzt und getötet werden, ist ein Mensch, und jeder einzelne der Menschen, die verletzen und töten, ist ein Mensch. Es sind Menschen, die ihre eigene Menschlichkeit vergessen haben.“*
Vered Berman ist in West-Jerusalem aufgewachsen. Mit 19 Jahren kam sie als Au-Pair nach Berlin. Heute ist sie Sozialarbeiterin, Sozialwissenschaftlerin, Friedensaktivistin, Lehrbeauftragte und Kinderbuchautorin.
Kurz nach ihrer Ankunft in Berlin erhielt sie einen Anruf, dass ihre Mutter bei einem Terroranschlag der Hamas ermordet wurde – das war am 11. Juni 2003. Heute engagiert sich Vered Berman in dem Verein Parents Circle – Families Forum (PCFF). Der Verein, der bereits 1995 gegründet worden ist, bringt israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch den Konflikt Angehörige verloren haben. Trotz oder gerade wegen ihrer eigenen schmerzhaften Verluste, möchten sie gemeinsam dazu beitragen, Versöhnung und Frieden zu schaffen.
Schon seit ihrer Teenagerzeit ist Vered Berman als Friedensaktivistin tätig. Sie glaubt fest daran, dass Frieden machbar ist, weil Frieden eine Entscheidung ist.
Dabei geht es Vered Berman nicht um pro Palästina oder pro Israel sondern um pro Mensch. Diese Haltung spiegelt auch ihren persönlichen Lebenslauf wider. Vered ist Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden – nur ihre Großeltern mütterlicherseits überlebten. Heute lebt sie hier in Deutschland. Frei und in Frieden. Mit ihren Freunden, ihrer Partnerin und ihren drei Kindern.
Am 7. Oktober 2025 ließ Vered Berman einen berührenden Brief an die Mutter des Attentäters veröffentlichen – 22 Jahre nach dem Tod ihrer Mutter.
*Quelle: Aus dem Brief von Vered Berman an die Mutter des Attentäters. https://kontrast.at/israel-palaestina-vered-berman/